Aus Gesprächen: "Ist Gott ungerecht."

Ich gab Zeugnis für den Glauben, weil das Thema aufkam, dass das mit dem Virus noch große Probleme bereiten könnte. Ich sagte, dass ich davor keine Angst oder Sorge haben müsste, weil ich an Jesus glaube. 

 

Mir wurde gesagt, dass Gott ungerecht sei.

 

Ich antwortete: "Gott ist nicht ungerecht, sondern der Mensch ist ungerecht, weil er sich nicht an die Gebote Gottes hält. Der Herr hat uns die 10 Gebote vorgelegt und dieses ist ein universelles Gesetz. Es ist aber auch so, dass die Menschen über die Jahrhunderte über Gott in Unwissenheit gerieten und jetzt das eine mit dem anderen verwechseln. Es ist auch so, dass man das mit der Bibel und was es damit auf sich hat, nicht gleich verstehen kann, weil man ja der Gehirnwäsche der Welt Zeit seines Lebens unterlegen war und nun Zweifel hat, ob das mit der Bibel denn wirklich wahr sei. Hinzu kommt, dass viele falsche Lehren in der Welt verbreitet werden und es Schwierigkeiten birgt, unterscheiden zu können, was richtig und was falsch sei. Wir können auch nicht erwarten, dass jemand, der noch nie wirklich von dem Glauben gehört hat, dass er das in ein paar Minuten versteht." 

 

Es reicht dann in aller Regel erst einmal aus, solches Zeugnis zu geben. Der Gesprächspartner ist mit dem Wissen und dem Neuen mitunter schnell überfordert. Hinzu kommt, dass hier und da auch Bitterkeit vorhanden ist. 

 

Grundsätzlich finde ich, dass in Gesprächen mehr zugehört werden darf, wie dass man selbst redet. Der Gesprächspartner fühlt sich sonst mit den Argumenten "ermattet". Wir sollen in solchen Gesprächen den anderen nicht "überrollen", sondern wichtig ist, dass der andere das Gespräch in guter Erinnerung hat, dadurch weckt es in ihm gute Assoziationen. Er beginnt, den Glauben mit etwas Gutem in Verbindung zu bringen. 

 

Darin erfüllt sich das Gesetz der Nächstenliebe 

 

1.Korinther 13
2Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. 4Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht,…

 

Ein anderes Gesrpäch. Ich war im Zug, welcher fast leer war. Ich sitze so da und sehe einen älteren Herrn, der eine Zeitschrift in der Hand hält und irgendwie blättert und sucht er. Ich rufe ihm zu "das nutzt nichts, das zu lesen, da finden Sie nichts wirklich von Bedeutung".

 

Sein Interesse ist geweckt. Er schaut mich fragend an, ich gehe zu ihm herüber und spreche mit ihm:

 

"Da ist keine Wahrheit drin, wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, dann müssen Sie eine Bibel lesen. Aber eine echte Bibel, keine Fälschung der Katholischen Kirche." Er ist interessiert und wir reden über dieses und jenes, schließlich dann als der Zug in die Station einfährt und ich aussteigen muss, fragte er mich noch, was denn eine echte Bibel sei und welche. Ich sagte ihm, dass er eine Schlachter Bibel haben sollte. Dieser ältere Herr hat wohl sein Leben lang auch gesucht und es gefiel ihm, vom Glauben zu hören. 

 

Eine weitere Erläuterung. Ich hörte hier und da Christen, welche laut denken und sagen, dass die Welt so abgefallen sei und niemand sich wirklich für Gott interessieren würde.

 

So aber sollten wir nicht denken, denn das führt dazu, dass es auch so geschieht, dass nämlich keine guten Gespräche mehr stattfinden würden.

 

Anders denken: Wir sollten denken und wissen, dass es immer Menschen gibt, die auf der Suche nach der Wahrheit sind und so führt es dann zu guten Gesprächen.