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Lukas 16: Vom ungerechten Haushalter, Teil 1

Parable of the unjust servant

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Lukas 16

Die Bedinungen sind folgende: Es geht um einen Herrn: einen Eigentümer und um einen Verwalter. Beide sind Kinder dieser Welt, keine Gläubigen, keine Kinder Gottes. Dem Verwalter wird vorgeworfen, er würde die Güter seines Herrn verschwenden und vergeuden. Ihm wir mitgeteilt, dass er deswegen künftig nicht mehr Haushalter sein kann. Der Haushalter befürchtet, dass er nach der Entlassung kein Arbeit findet weil er andere Arbeit nicht kann, wie geschrieben steht in Vers 3 "was soll ich tun, schwere Arbeit kann ich nicht und zu betteln schäme ich mich". 

 

Somit ruft er die einzelnen Schuldner seines Herrn und verringert deren Schuld, damit er danach als Entlassener die Hilfe der früheren Schuldner in Anspruch nehmen kann. Das ist ungerecht gegenüber dem Eigentümer und auch die Schulder werden dadurch an der Ungerechtigkeit beteiligt. 

 

Er tut das, damit er später nicht ohne Hilfe ist, weil er ihnen, den Schuldnern geholfen hat. Der Hausherr sieht, dass der Verwalter so handelt und freut sich trotzdem mit dem ungerechten Verwalter, weil dieser in seinen Augen so klug gehandelt hat. 

 

Der Eigentümer ist selbst also auch ein ungerechter Mann, weil er sich über die Schlitzorigkeit seines Verwalters freut, so betrachtet sind sie "Brüder im Geiste", weil sie beide schlitzorig sind. 

 

Lukas 16

8 Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte. Denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts.

 

Jetzt kommt es zum Eigentlichen in Lukas 16 Vers

9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

 

Die John F. MacArthur Studienbibel erklärt dazu folgendes auf Seite 1.457:

16,9 ungerechten Mammon. Das heißt Geld. Der ungerechte Verwalter benutzte das Geld seines Herrn, um sich irdische Freunde zu erwerben; Gläubigen solle das Geld ihres himmlischen Herrn so verwenden, dass sie Freunde für die Ewigkeit gewinnen – indem sie in das Evangelium investieren, um Sündern zum Heil verhelfen. Wenn sie im Himmel eintreffen (»die ewigen Hütten«), werden diese einstigen Sünder sie dort freudig empfangen. Christus rechtfertigte nicht die Unehrlichkeit des Mannes, sondern bezeichnete ihn treffend als »ungerecht« (Vers 8). Er verwendete ihn lediglich als Illustration, um zu verdeutlichen, dass sogar die gottlosesten Kinder dieser Welt klug genug sind, um für Tage der Not vorzusorgen. Gläubige sollten noch viel klüger sein, denn sie verwalten nicht nur irdische, sondern ewige Güter.


Vgl. 12,33; Mt 6,19-21

 

Adolf Küpfer schreibt zu Lukas 16,9 in bibelkommentare:

Die Belehrung des Herrn in diesem Gleichnis beschränkt sich darauf, dass 1. jeder Mensch einmal über sein Erdenleben vor Gott Rechenschaft ablegen muss und 2., dass es darauf ankommt, dieses Erdenleben im Blick auf das zukünftige ewige Leben zu gestalten. Alles übrige fällt als bloßer Rahmen des Gemäldes außer Betracht.

Alles, was auf dieser Erde in unsere Hand gegeben ist, Gaben und Güter, Zeit und Kräfte, ist uns von Gott, unserem Schöpfer, gleichsam nur zur Verwaltung gegeben, nicht als unser wirkliches Eigentum.

Lukas 16

11 Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer wird euch das wahre Gut anvertrauen?

 

Die o.a. Studienbibel dazu:

 

16,11 das Wahre. Treues Verwenden der irdischen Güter wird oft mit dem Sammeln von himmlischen Schätzen verknüpft (vgl. 12,33; 18,22; Mt 16,19-21). 16,12 fremden Gut.

 

Das bezieht sich auf Gott und auf die Verwaltung seines Geldes durch die Gläubigen, denen es anvertraut ist.

 

16,13 Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon! Viele Pharisäer lehrten, man könne ganz gut dem Gewinn und Gott ergeben sein
(Vers 14). Das ging Hand in Hand mit der verbreiteten Auffassung, irdischer Reichtum sei ein Zeichen für Gottes Segen. Daher wurden Reiche als von Gott Begünstigte angesehen (s. Anm. zu Mt 19,24). Christus hat zwar Reichtum nicht an sich verdammt, aber er verurteilte sowohl Liebe zum Reichtum als auch Hingabe an den Mammon. Zu Geldliebe s. Anm.

zu 1 Tim 6,9.10.17-19.

 

1. Timotheus 6

9 Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis.10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.

1. Timotheus 6

Mahnung an die Reichen

17 Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; 

18 dass sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, zum Teilen bereit sind 

19 und sich selbst einen Schatz sammeln als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre Leben ergreifen.

Lukas 16

10 Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht.

 

Noch einmal dazu die o.a. Studienbibel:

Wahrscheinlich ein bekanntes

 

Sprichwort. Vgl. 19,17 

17 Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht; weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn Städte.

 

Mt 25,21

21 Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!